Billiger Antikommunismus

07.02.2012 Leserbrief zum Kommentar des "Mannheimer Morgen": „Die Szenen rüsten auf“ vom 7.02.2012. Herr Martin Ferber nimmt eine unzulässige Gleichsetzung von „linksextremistisch“ und „rechtsextremistisch“ vor:

Während die rechte Szene Morde an wehrlosen Menschen verübt (in den letzten 10 Jahren waren es mehr als 160!), legt sich die linke Szene vereinzelt mit der Polizei an.  Die rechte Szene (man könnte sie treffender als faschistische Mörderbande bezeichnen) mordet unter den Augen des Verfassungsschutzes unbehelligt ausländische Mitbürger. Die linke Szene demonstriert und fühlt sich manchmal von der Polizei bedroht – man denke nur an die Wasserwerfer- und Tränengasangriffe der Polizei am 30.9.10 gegen friedliche S 21-Demonstranten; wenn in solchen Situationen Rangeleien zwischen (linken) Demonstranten und der Polizei entstehen und dabei Polizisten – auch – verletzt werden, zählt das laut Herrn Ferber zu „zunehmender Aggressivität“.

Nein, es gibt nicht „die linksextremistischen Gewalttaten“  – denn sonst wären sie nicht „links“, wie uns aber gern weisgemacht werden soll. Linke morden keine Menschen – sie setzen sich vielmehr für menschliche Belange ein und gehen dafür auf die Straße.

Aber Rechte sind Gewalttäter und wollen das auch bewusst sein. Aber der Staat ist bekanntlich auf dem rechten Auge blind und auch der sog. Verfassungsschutz tut nichts dagegen – wie in der letzten Zeit öffentlich bekannt wurde.

Mit der Gleichsetzung von Rechtsextremismus und sog. Linksextremismus sollen die normalen Menschen verunsichert und davon abgehalten werden, ihrerseits (z.B. wie in Ägypten) auf die Straße zu gehen. Nur: immer weniger Menschen halten sich daran – wie z.B. die Bürger gegen Fluglärm, gegen S 21 etc. beweisen.

Dorothee Lohmann

 

PS: Dieser Leserbrief wurde am 25.02.2012 vom "Mannheimer Morgen" veröffentlicht.

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