Ein Besuch im Revolutionsmuseum Rastatt

15.06.2012 Korrespondenz: „Auf Initiative der MLPD des Kreises Rhein Neckar ging Anfang Mai eine Gruppe von Wissensdurstigen auf die Spuren der badischen Revolutionäre von 1848/49 in Rastatt.

Im Rastatter Schloss befindet sich das Museum der Revolution von 1848 und die Freiheitsbewegung in der DDR 1990. Nach einem einleitenden Vortrag hatten die Teilnehmer Zeit, sich anhand historischer Gegenstände, Dokumente und Bilder einen Einblick zu verschaffen. Es wurde klar, dass die Revolution nicht so schnell „zu starten“ ist, wie es das nebenstehende Bild zeigt. Auch interessant war die Aufstellung der gefallenen Revolutionäre in Berlin. Sie setzten sich vor allem aus Handwerkern, Gesellen und Arbeitern (ca. 80%) zusammen, während im Parlament in der Frankfurter Paulskirche kein einziger Arbeiter saß. Damit kann man sagen, dass die Siege der Bewegung durch die Masse der Bevölkerung errungen wurde und nicht in den Parlamenten der damaligen Zeit, wie es uns in der Schule gelehrt wurde.

In einer netten Auswertung am Ende des Besuches zogen wir folgende Lehren für unseren heutigen Kampf:
•    Es wurde klar, dass bereits damals grenzüberschreitende Zusammenarbeit stattfand, aber noch zu schwach war. Die Lehre für heute: Die ICOR Zusammenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil für die Vorbereitung für die internationale Revolution.
•    Es wurde klar, dass ein spontaner Anschluss der Massen nicht möglich ist, wenn keine Kleinarbeit stattfindet.
•    Zusammensetzung und Ausbildung des Militärs sind wichtig für das Erringen eines Siegs der Revolution.
•    Für Jeden ist es wichtig, die Aufstände in seiner Region zu kennen, um Lehren für heute zu ziehen.
•    In der Ausstellung zeigte sich, dass die Reaktion der Herrschenden bei Klassenauseinandersetzungen gleich ist wie heute.“

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MLPD Mannheim/Heidelberg