Der Streik im Sozial- und Erziehungsdienst - in Mannheim

Mannheim, 19.5.2015: Solidaritätserklärung der MLPD Rhein-Neckar

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

Euren Protest begrüßen wir rückhaltlos!

Der Sozial- und Erziehungsdienst, in dem vor allem Frauen arbeiten, verdient es schon lange, aufgewertet zu werden. Es wird endlich Zeit, dass sowohl die Politik als auch die Gesellschaft insgesamt die bessere Wertschätzung und Anerkennung dieser Berufe zur Kenntnis nehmen und „etwas“ dafür tun. Aber dieses „Etwas“ reicht natürlich nicht, darum ist es nur folgerichtig, dass Ihr für Eure Anliegen auf die Straße geht und Eure Entschlossenheit demonstriert.

Auch wenn die Medien – allen voran der „Mannheimer Morgen“ – gegen die Schließung der Kinderhäuser Stimmung machen und versuchen, die Eltern gegen Euch aufzustacheln, so kann man doch gleichzeitig feststellen, dass ihnen dies nur ansatzweise gelingt; vielmehr zeigen sich viele Eltern solidarisch mit Eurem Kampf!

Frauen sind besonders von der Unterbezahlung ihrer Arbeit betroffen und daher besonderer Ausbeutung unterworfen, was oft auch zu einer ökonomischen Abhängigkeit vom Mann führt. Ihre Niedrigbezahlung hat ja nicht nur aktuelle Auswirkungen auf Kinder und Familie, sondern führt langfristig auch zu Altersarmut. Was das bedeutet, wissen gerade die Sozialarbeiter/innen am besten.

Es ist gut, dass Ihr streikt und organisiert versucht, Eure berechtigten Interessen durchzusetzen! Die MLPD ist solidarisch mit Euch! Zwar liegt die Ursache in unserem Gesellschaftssystem, - in dem nur der Profit, nicht der Mensch zählt, -  das für die Zustände u.a. im Sozial- und Erziehungsdienst verantwortlich ist. Diese Ursache kann mit Euren Streiks

nicht beseitigt werden, aber der gemeinsame Kampf stärkt doch das Bewusstsein aller Kolleginnen und Kollegen.

Bleibt dran, denn wir wissen ja:

Wer kämpft, kann verlieren.

Wer nicht kämpft, hat aber schon verloren!

Mit solidarischen Grüßen i.A. der MLPD Rhein-Neckar

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