Solidaritätskundgebung mit dem Opfern des Anschlags in Suruc

21.07.15 Mannheim (Korrespondenz): Weil der faschistische IS gestern ein feiges Selbstmordattentat auf kurdische Jugendliche in Suruc - mit vielen Toten und Verletzten - verübte, die als Aufbauhelfer nach Kobane wollten, kamen spontan mehr als 350 Kurdinnen und Kurden sowie Parteienvertreter zur 521. Montagsdemo.

Vertreter/innen von 11 Organisationen, darunter AGIF, Navdem, AABF BaWü, SKB,  sowie Parteivertreter von MLPD und Stadträte von Der Linken und den Grünen überbrachten ihre Solidaritätsgrüße. Mit einer Schweigeminute wurde der Opfer gedacht.

In der Rede der MLPD hieß es u.a.: „Im Namen der MLPD, ihrer Jugendorganisation REBELL und der Kinderorganisation Rotfüchse versichern wir dem Volk in Kobane, den Angehörigen der Ermordeten, ihren Freunden und Genossen unsere tiefe Trauer und Anteilnahme, aber auch unsere Wut anlässlich dieser feigen Tat der IS-Faschisten.“

Die Menschen waren sich einig in ihrer Ablehnung von Hass und Gewalt, aber auch in der Wut gegen die Erdogan-Regierung, die nichts unternimmt, um die Menschen zu schützen. Gleichzeitig wurde auch immer wieder an die deutsche Bundesregierung appelliert, sich für einen humanitären Korridor nach Kobane einzusetzen.

Die Montagsdemo hatte zu Beginn der Veranstaltung darüber abgestimmt, die Spendensammlung heute für den Wiederaufbau von Kobane durchzuführen. Gegen Ende konnte der Spendenstand von 260 € durchgegeben werden, aber nochmal verbunden mit einem weiteren Spendenaufruf: so kamen binnen weniger Minuten insgesamt 611,59 € zusammen! Das war ein Ausdruck dafür, dass die Menschen die gemeinsame Haltung gegen Krieg und Gewalt erleben konnten; die Moderatorin rief am Schluss dazu auf, an dieser Zusammenarbeit festzuhalten, um wirklich eine gemeinsame Stärke gegen den  IS und für Völkerfreundschaft entwickeln zu können. Offensiv wurden auch Unterschriften für den humanitären Korridor gesammelt: es kamen 121 Unterschriften zusammen.

 

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