Der ehrliche Bundespräsident

6.01.2012 Nach seinem "...und-dafür-entschuldige-ich-mich"-Interview kehrt mitnichten Ruhe ein.

Nein, stattdessen dementieren sowohl die Bild-Zeitung als auch die BW-Bank Wulffs Aussagen. Dabei hatte er es doch soooo ehrlich gemeint!

Er möchte nach 5 Jahren Bundespräsident-Sein das Fazit ziehen können, ein "guter" Bundespräsident für die Deutschen gewesen zu sein. Schön - wenn das denn ginge!

In Wirklichkeit geht es ja gar nicht darum, ob es einen besseren, ehrlicheren, vertrauenerweckenderen Bundespräsidenten geben könnte... Nein, Herr Wulff ist nur so hoch gestiegen, weil er sich bei seinen Freunden - und das sind Kapitalisten! - eingeschmeichelt hat, weil er ihre Interessen vertreten hat, weil er einer der Ihren ist. Andere schaffen das nicht, Bundespräsident zu werden. Dann hat er zwar versucht, Kreide zu fressen, aber - wie der "MM" in seinem Kommentar sagt - er ist doch "zu klein" für dieses Amt. Und das sind sie alle, denn das Gesellschaftssystem Kapitalismus kann nur mit solchen Politikern existieren. Sie sind beliebig austauschbar!

Trotzdem verfolgen wir dieses Schauspiel gern und mit einer gewissen Spannung: muss er seinen Hut nehmen oder nicht? Und wenn ja - wann? Wetten kann man darauf abschließen.

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