Vorteilsnahme bei den bürgerlichen Parteien normal

6.02.2012: Die Enthüllungen über die diversen Vorteilsnahmen des Christian Wulff nehmen kein Ende. Wohin die Presse blickt: hier ein kleiner Vorteil, dort ein größerer Vorteil.

In seiner  Ausgabe vom 2.02.2012 - unter dem Titel "Schmidteinander" - listet der "Stern" die Verflochtenheit der deutschen Polit-Elite mit dem "Partymacher" Manfred Schmidt auf. Egal ob diese Politiker Wulff, Koch-Merin, Özdemir, Beck oder Pflüger heißen - alle scheinen sich darum gerissen zu haben, mit diesem Herrn Schmidt Kontakt zu bekommen und mit oder durch ihn im schillernden Rampenlicht zu stehen. Und dazu nehmen (nahmen?) sie denn auch gern kleine Geschenkchen entgegen - um im Nachhinein ihr "Erstaunen" darüber zum Ausdruck zu bringen: so sei das doch alles gar nicht gemeint gewesen!

Der "Stern" ist zitierungswürdig, wenn er schreibt:

"... Es zeigt sich ein wenig schmeichelhaftes Sittenbild der deutschen Upperclass, die sich von Sponsoren pampern lässt, die bisweilen abrutscht auf dem schmalen Grat zwischen G´schäftle und G´schmäckle. Eine Bussi-Bussi-Gesellschaft, die auf mondän macht, aber streng nach den Regeln von Geben und Nehmen lebt..."

Nach außen hin treten sie gern seriös auf, diese Herren und Damen Politiker: da wird ernsthaft über die Notwendigkeit geredet, Kindern genügend Bildungschancen zu geben oder im Ausland werden besonders gern von diesen Damen und Herren die Menschenrechte beklagt. Nach innen aber interessiert sie ihr Geschwätz mitnichten: da sind sie gern in glamouröser Gesellschaft und stützen den Begriff "Partyrepublik" (Stern s.o.) Deutschland.

Mal ehrlich: wer von uns lebt in einer Partyrepublik? Ist es nicht eher so, dass sich die Masse der Menschen ein Überleben hart erarbeiten muss? Allein in Mannheim leben (s. Mannheimer Morgen vom 6.02.2012) 17.200 Minderjährige in Armut. Denen nützt keine seriöse Rede dieser Politiker und schon gar nicht deren abgehobenes Leben. Es ekelt den normalen Bürger doch nur an! Und ein Herr Christian Wulff ist nicht mehr und nicht weniger als einer dieser Möchte-Gern-Größen, die in Wahrheit ganz klein sind. Zu klein, um die Menschen dieser Republik zu repräsentieren, denn die Menschen haben die Größe, von ihrer Hände Arbeit ehrlich zu leben.

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MLPD Mannheim/Heidelberg