Kämpferischer Antikriegstag am 1. September in Mannheim

Wie jedes Jahr fand am 1.September 2012 wieder eine Kundgebung zum Antikriegstag statt. Ab 11:00 Uhr hatten verschiedene Organisationen ihre Stände aufgebaut. Die MLPD hatte im Vorfeld verschiedene Organisationen eingeladen, den Antikriegstag als gemeinsame Aktion zu begehen, unabhängig von Parteizugehörigkeit und Weltanschauung.

Das Mannheimer Friedensplenum hatte im „Politma“ dann auch angekündigt, ebenfalls am Paradeplatz von 11-14:00 seine Kundgebung abzuhalten. Dennoch zogen Friedensplenum und die Partei „Die Linke“ es dann kurzfristet vor, nicht am Paradeplatz, sondern zwei Blöcke weiter in O2/O3 ihre Aktion durchzuführen.

Mehrere Mitglieder – sowohl von den GRÜNEN, als auch von DKP und der Partei „Die Linke“ - die am Paradeplatz vorbeischauten und mit uns diskutierten, bedauerten und kritisierten, dass es keine gemeinsame Kundgebung bzw. Veranstaltung gebe! Der Antikommunismus schadet doch nur dem gemeinsamen antimilitaristischen und Friedenskampf.

Dennoch wurde es eine kämpferische und erfolgreiche Kundgebung. Am Offenen Mikrofon beteiligten sich viele Leute an der Diskussion, über 40 Unterschriften für die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke  wurden gesammelt, mehrere Bücher und Broschüren, sowie die „Rote Fahne“ wurden verkauft. Ständig gab es interessante Diskussionen mit Passanten.

In einem  Redebeitrag wurde das Anliegen der Teilnehmer gut auf den Punkt gebracht. Hier der Wortlaut:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
eine drängende Menschheitsfrage ist der Erhalt der Weltfriedens!
Unter der Flagge des Kampfs gegen den internationalen Terrorismus überziehen seit Jahren westliche Länder wie die USA, Frankreich und nicht zuletzt Deutschland die Welt mit imperialistischen Aggressionskriegen.
Noch unter der Schröder-Fischer Regierung begann die Beteiligung deutscher Soldaten am Krieg in Afghanistan. Berühmt-berüchtigt wurde die Rechtfertigung durch den damaligen SPD-Verteidigungsminister Struck: „Die deutschen Interessen werden auch am Hindukusch verteidigt.“
Wer das glaubt, der glaubt auch, dass die Erde eine Scheibe ist!
Nach dem Militärwissenschaftler General von Clausewitz ist Krieg jedoch nichts anderes als die Fortsetzung der Politik mit militärischen Mitteln. Und genau darum handelt es sich bei den Bundeswehreinsätzen von Deutschland!

Aktuell ist ein Marineschiff vor der Küste Syriens stationiert. Es wurde bekannt, dass es vor allem die von den USA finanzierten Assad Gegner mit Kriegsinformationen versorgt. Interessant ist auch, dass das Verteidigungsministerium über alle Medien verbreiten lässt, es wäre ein ganz normales Flottendienstboot. Etwas deutlicher wird da Hans Peter Uhl von der CDU, der zugibt, dass esw ein Schiff für den Spionageeinsatz ist; das alles sei aber normale Routinearbeit.
Es ist schon interessant, was bei unseren Herren Politikern so alles „normal“ ist!

Wir fordern:
Schluss mit der humanitären Heuchelei!
Sofortiger Stopp des Bundesmarineeinsatzes vor Syrien!
Keine deutschen Truppen im Ausland!


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MLPD Mannheim/Heidelberg