Internationale Solidarität gegen den Polizeiangriff auf griechische Stahlarbeiter!

04.08.2012: Das seit über 260 Tagen bestreikte Stahlwerk Helliniki Halivourgia in Aspropirgos bei Athen wurde im Morgengrauen des 20. Juli von Bürgerkriegseinheiten der griechischen Polizei

mit Knüppeln und Tränengas gestürmt. Den streikenden Arbeitern wurde der Zugang zum Werk verwehrt. Neun Streikführer wurden verhaftet, aber sie mussten nach sofort einsetzenden Protesten von Tausenden wieder frei gelassen werden. Der Streik war begonnen worden, weil die Arbeiter nicht mehr bereit waren, dass die tiefe Wirtschaftskrise durch Entlassungen, Kurzarbeit mit entsprechenden Lohnabzügen auf ihrem Rücken und dem ihrer Familien ausgetragen wird. So wurde ihr Kampf zum Symbol für immer mehr Menschen, insbes. in Griechenland und Spanien, aber auch anderen Ländern. Deshalb sind auch die führenden Regierungen der EU an der Unterdrückung solcher Kämpfe interessiert. Der griechische Ministerpräsident Samaras brüstet sich höchstpersönlich damit, den Polizeieinsatz angeordnet zu haben. Er drohte damit, "er werde keine Gesetzesbrecher mehr dulden". Während es in diesem System völlig legal ist, für die "Rettung" des internationalen Bankensystems ganze Völker in Massenarbeitslosigkeit und Armut zu stürzen, werden Arbeiter, die sich gegen Massenentlassungen und Lohndiktate zur Wehr setzen, als "Gesetzesbrecher" kriminalisiert"!
Jetzt ist internationale Solidarität in den Betrieben, Gewerkschaften und auf der Straße gefordert:

Sofortiger Abzug aller Polizeieinheiten aus dem Stahlwerk und Aspropirgos!
Wiedereinstellung der entlassenen Stahlarbeiter!

Die Banken und Konzerne sollen die Krisenlasten selbst bezahlen!

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MLPD Mannheim/Heidelberg