Die Lehren aus Hiroshima und Nagasaki

Mannheim, 06.08.2012: Am gestrigen 6. August beteiligten sich ungefähr 60 Menschen an der Mahnwache gegen Atomwaffen und in Erinnerung an den ersten Bombenabwurf auf Hiroshima, die vom Mannheimer Friedensplenum organisiert wurde. Bewegende großformatige Fotos und niedergelegte weiße Blumen belegten die Unmenschlichkeit des aggressiven US-Militarismus. Ein Trommler unterstrich die Düsternis der unvergessenen Ereignisse. Neben Nicht-Organisierten und vielen Passanten beteiligten sich auch die Linke, Grüne, MLPD und DKP an der Mahnwache. Die MLPD verteilte Einladungen für ein gemeinsames Auftreten am Antikriegstag an die Organisationen. Außerdem konnten 19 Unterschriften unter das Manifest der ICOR und ILPS gegen Atomkraft gesammelt werden. Die ICOR gab folgende Erklärung heraus:

"Die Lehren aus Hiroshima und Nagasaki

Wieder einmal nähert sich der 6. August und die Welt ist gezwungen, sich der Schrecken des nuklearen Holocaust von Hiroshima und Nagasaki zu erinnern.

Heute gibt es eine breite Bewegung gegen die unverantwortliche Nutzung von Atomkraft auf der ganzen Welt. Erst kürzlich haben die ICOR und der ILPS eine weltweite Sammlung von Millionen von Unterschriften gegen Atomkraft und gegen Atomwaffen in Angriff genommen. Dieser Tag wird zweifellos dazu dienen, diese Kampagne zu noch größeren Anstrengungen anzuspornen.

Zugleich bringt der 6. August auch den Schrecken des Krieges zurück. Lenin hatte gezeigt, dass Imperialismus Krieg bedeutet. Nach dem 2. Weltkrieg haben die neuen vom Imperialismus angewendeten Methoden dazu geführt, die Gefahren eines Weltkrieges hinauszuschieben. Zugleich sind eine Vielzahl von Stellvertreterkriegen und Kriegen mit geringerer Ausbreitung entstanden. Auch sie werden zur Durchsetzung der Profit- und Machtinteressen geführt.

Es gibt eine berechtigte Sorge vor der Eskalation solcher Kriege, mit Angriffen die sich möglicherweise gegen Ziele wie Syrien, Iran oder Nordkorea richten werden. Während die Haupttendenz in der Welt der Kampf für wirkliche Freiheit und Demokratie ist, verschärft die andauernde und sich verschärfende weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise die allgemeine Kriegsgefahr. Als Kommunisten stellen wir uns klar gegen imperialistische Hegemonie und Krieg.

Die Aufgabe der ICOR und ihrer Mitgliedsorganisationen ist es, sich mit den tausenden Kräften rund um die Welt, die gegen den Krieg sind, zusammen zu schließen. Wir müssen die Völker der Welt darauf aufmerksam machen, dass der Imperialismus zum Krieg führt. Die große Sorge ist bei vielen Menschen noch mit pazifistischen Illusionen verbunden. Das hält sie häufig vom Kampf gegen den Imperialismus ab.

Lasst uns den Zusammenschluss mit allen Kräften schaffen, die sich gegen Atomkraft, Atomwaffen und den Krieg richten, und unseren Zorn gegen das imperialistische System richten. Das sind die Lehren aus Hiroshima und Nagasaki."

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MLPD Mannheim/Heidelberg