Ein Grundstein für zukünftige Arbeit

20.03.2012: Am Donnerstag, den 15.3.12, veranstaltete die Ludwigshafener Initiativgruppe der Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Ludwigshafen eine Informationsveranstaltung mit anschließendem Ratschlag unter der Überschrift „5 vor 12 oder schon 5 nach12?“.

Die Gruppe hatte sich ausgehend vom Weltklimatag 2011 gebildet. Ziel der Initiative war und ist es, insbesondere junge Menschen anzusprechen und eine aktive Gruppe in Ludwigshafen zu bilden. Dementsprechend war im Vorfeld auch an Schulen für die Veranstaltung geworben worden.
Die Veranstaltung bestand aus zwei Hauptteilen. Der erste Teil bestand aus einem Vortrag. In diesem Vortrag wurde zunächst die Umweltzerstörung an mehreren Beispielen umrissen.
In erster Linie kamen dabei plakative Beispiele zur Sprache, die jedem noch einmal die
Dramatik des Übergangs zu einer globalen Umweltkatastrophe vor Augen 
führte. Hauptsächliche Themen waren die drohende Klimakatastrophe, Zerstörungen durch Rohstoffabbau, die Atomenergie und die globale Vergiftung der Meere.
Wirkung zeigte dabei insbesondere die Verbindung von Vortrag und Bildern, die über einen Beamer an die Wand geworfen wurden. So konnte nicht nur jeder von der Zerstörung hören, sondern auch gleich Bilder vom Ausmaß der Zerstörung und Vergiftung der Landschaft sehen.
Doch nicht nur die Umweltzerstörung selbst kam zur Sprache, sondern auch die jeweils dahinter stehenden Konzerne.
Dies legte einen Grundstein für einen weiteren Hauptpunkt des Vortrags, in dem die ökonomischen Hintergründe der Umweltzerstörung beleuchtet wurden. Im Ergebnis, wurde die Unvereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie unter den Bedingungen des Kapitalismus nachgewiesen.

Im Schlussteil stellte die Initiative eine Möglichkeit des Widerstandes gegen die verstärkte Zerstörung der natürlichen Umwelt vor. Dabei wurde vor allem die Arbeiterklasse ins Licht gerückt, deren Interessen in der Vergangenheit häufig als konträr zum Umweltschutz dargestellt wurden. Mit dieser falschen Vorstellung wurde ebenso aufgeräumt, wie mit den verschiedenen Aktionen der Medien oder sogenannter „Klimaskeptiker“, die die Arbeit der bisherigen Umweltbewegungen behindern und erschweren.
Stattdessen wurde am Beispiel einer Initiative Berliner Siemens-Arbeiter, die sich gegen die Produktion von Turbinen für Atomkraftwerken und für Umweltschutz im Allgemeinen engagieren, der fortschrittliche Charakter und auch das Potential der Arbeiterklasse für die Umweltbewegung dargestellt.
Als Organisationsform wurde die Gründung einer Umweltgewerkschaft  vor- und zur Diskussion gestellt. Sie ergibt sich zwingend aus der Erkenntnis, dass der Widerstand angesichts der Verknüpfung der Umweltzerstörung mit der Profitwirtschaft eine Durchschlagskraft
braucht, die mit den bisherigen Organisationformen der Umweltbewegung
nicht erreicht wird.
Da entgegen der Hoffnungen leider keine Jugendlichen gekommen waren, lag der Fokus des folgenden Ratschlags insbesondere darin, wie man Jugendliche besser ansprechen und zum Mitmachen anregen kann. Dabei ergaben sich viele wertvolle Anregungen. Auch für den Vortrag, der sehr positiv aufgenommen wurde, ergaben sich neue Ideen und Vorschläge.
Insgesamt lässt sich der Abend also durchaus als Erfolg werten. Auch wenn das ursprüngliche Ziel nicht erreicht werden konnte, war es für die Initiative ein wichtiger Gewinn an Erfahrung. Auch die vielfältigen Anregungen werden gewiss Eingang in die zukünftige Arbeit finden. Die Veranstaltung legte somit den Grundstein für zukünftige Arbeit.


SD

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